Freitag, 31. März 2017

Carner Barcelona // Rose & Dragon


Wer wie ich ein Liebhaber olfaktorischer Extravaganz ist, wird in letzter Zeit um ein Label kaum rumgekommen sein: Carner Barcelona. Die edlen schwarzen Flakons aus der Black Collection begegnen einem in allen Hochglanzmagazinen dieser Erde und haben natürlich auch mein Parfuminteresse gleich geweckt. Parfümeur Rodrigo Flores-Roux (übrigens auch für Estée Lauders Klassiker Bronze Goddess verantwortlich) wollte mit insgesamt drei verschiedenen Düften ein bitter-süßliches Ensemble der Sinnlichkeit erschaffen und ich habe mich in das mystische Rose & Dragon* verschossen.

Die Oud-Düfte der letzten Zeit waren schön, für mich ein sehr interessantes Terrain, bisweilen aber auch gerne mal anstrengend. Trotzdem schätze ich das dunkle Adlerholz sehr, weil es Parfums in eine unheimlich kostbare Richtung katapultieren kann. Rauchig und anschmiegsam, dabei im Bestfall niemals erdrückend. Und genau das ist bei Rose & Dragon par excellence gelungen. Die Kopfnote startet mit einer würzig-fruchtigen Explosion aus persischem Safran, Kreuzkümmel, wilder Erdbeere und Zimtblättern. Das kann im ersten Moment überfordern, macht einem Parfumliebhaber wie mir aber einfach unglaublich viel Spaß. All die Nuancen in ihren einzelnen Momenten zu erleben, das ist wahre Handwerkskunst. In der Herznote legt die Rose in diversen Varianten ein gekonntes Solo aufs Pakett und wird vom Weihrauch in holzigere Gefilde entführt, bevor sich Bibergeil, Leder und Amber einen intensiven, aber subtilen Abgang liefern. Für mich ist diese Kreation eine mehr als gelungene Kombination aus sich eigentlich zwei einander ausschließenden Komponenten: fruchtig und holzig. Ich bin mehr als überrascht, dass mir der Duft so gut gefällt. Einzigartig, sehr besonders und so ganz anders als seine mitunter nicht wirklich vergleichbaren Konsorten. Definitiv einen Blick wert!


Donnerstag, 30. März 2017

Top of the Pops // Skincare Game Changers


In der Beautyszene wird ja gut und gerne mal mit dem ominösen Ausdruck Game Changers um sich geworfen und auch ich zähle mich zu jenen Personen, die den Stellenwert von Favoriten im heimischen Badezimmer ab und zu dramatisieren. Aber was soll man machen, wenn was wirkt, dann ja meist richtig. Obwohl täglich neue Produkte auf meinem Schreibtisch landen und ich quasi immer auf die nächste Überinnovation gefasst bin, gibt es ein paar Tiegel und Tuben, die mir wohl auf Ewig zur Seite stehen werden. Manche davon sind recht neu auf dem Markt, andere hingegen wahre Klassiker. Tada, hier gibt es meine aktuellen sechs Richtigen:


Glamglow Dreamduo Overnight Treatment* - ich habe bereits an dieser Stelle von diesem fantastischen Zweiphasen-Produkt geschwärmt und ich bin nach wie vor der größte Fan. In Kombination verwandeln Serum und Maske jede noch so fahle Winterhaut in einen glowy Traum und ich würde fast soweit gehen, dem Tiegel den Titel Wunderwaffe zu verleihen. Darf zweimal die Woche ran ans nächtliche Werk!

Estée Lauder ANR Recovery Mask-In Oil* - ebenfalls ein liebgewonnener Klassiker in meiner Pflegeroutine, wenn auch noch recht neu in den Läden. Gerade im Übergang von Winter zu Frühling finde ich das Öl genial, weil es weder zu reichhaltig, noch zu leicht ist. Wenn meine Haut mal wieder spinnt, mische ich übrigens einfach zwei Tropfen in meine Foundation. So bleibt das unangenehme Spannungsgefühl aus, das sich bei mir immer über den Tag hinweg entwickelt.

L:A Bruket N°116 Wild Rose Handcream* - ich muss gestehen, ich bin nicht der größte Rosenfan. Die meisten Nuancen sind mir dann einfach zu synthetisch oder erinnern mich an das Gästeklo meiner Oma. Mit einer Ausnahme: ich liebe Pfingstrosen! Das schwedische Kultlabel L:A Bruket hat es geschafft, diesen himmlischen Duft in einer Tube einzufangen und ihn ganz nebenbei in eine ultrapflegende Textur einzuschleußen. 
Mag ich sehr gerne, wenn es abends etwas reichhaltiger sein darf.

Clinique All About Eyes* - selbst die größten Pflegemuffel dürften diesem kleinen Tiegel schon mal begegnet sein, gehört er schließlich zu den sich am best verkaufenden Augencremes überhaupt. Und auch ich setze auf die geschmeidige Textur und die Extraportion Pflege im sensiblen Augenbereich. Ich habe oft das Problem, dass mir Augencremes zu stark parfümiert sind (warum zur Hölle?), wovon Clinique glücklicherweise ein grundsätzlicher Gegner ist. Perfekt für alle Sensibelchen zu einem unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis.

Leonor Greyl Crème de Soin à l'Amarante*  - dieser Conditioner hat sich fest in meine Haarroutine eingeschlichen und tut meinen strapazierten und trockenen Längen einfach unheimlich gut, ohne sie zu beschweren. Ein schönes Produkt für alle Mädels, die das Thema Haare eher easy nehmen, aber die Mähne trotzdem etwas pampern möchten.

Alpha H Liquid Gold - ich weiß schon gar nicht mehr, wie oft ich Euch dieses Produkt ans Herz gelegt habe. Dieser Toner ist tatsächlich eines der wenigen Beauty-Schätzchen, die ich immer und immer wieder nachkaufe. Der Effekt ist bombastisch, die enthaltene Säurekonzentration aber nicht zu hoch dosiert und auch für Fruchtsäure-Anfänger geeignet. Ich bekenne mich offiziell als süchtig!

Donnerstag, 23. März 2017

De Lilou Organic Handcream // Interview mit Founder Luisa Wiesche

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Ohne eine gute Handcreme verlasse ich eigentlich nie das Haus. Gepflegte Hände sind mir unheimlich wichtig und fallen mir auch bei Anderen sofort auf. Irgendwie verstehe ich das als Art der Selbstachtung, denn wer fühlt sich schon mit abgeblättertem Nagellack und abstehender Nagelhaut wohl? Auch wenn es manchmal ätzend sein mag, doch in Handpflege sollte man wöchentlich gut und gerne mal ein paar Minuten investieren. Ich hatte diesen Winter leider mit extrem trockenen Händen zu kämpfen und viele Cremes brannten wegen ihrer Parfümierung an den offenen Stellen. Also habe ich mich auf die Suche gemacht - stets mit dem Ziel, die beste Handcreme überhaupt zu finden. Dass sie dann auch noch organic und von einer mega sympathischen Hamburgerin kommt, war dann  die Schaumkrone, der Woge der Begeisterung an der ganzen Sache. 
Darf ich vorstellen? Die Handcreme von De Lilou mitsamt ihrer zuckersüßen Erfinderin Luisa Wiesche:


1. Liebe Luisa, erzähle uns mal ein bisschen von Dir - auf welchem Wege bist Du zu Deiner eigenen Kosmetikbrand gekommen? 

Alles fing im Laufe eines kalten, langen Winters in Hamburg an. Meine Hände waren sehr strapaziert, ausgetrocknet und rissig. Ich konnte überhaupt keine langanhaltende Pflege finden. Ich griff also auf eine selbstgemachte Lösung zurück: die Paranussmilch, ein lokales Nahrungsmittel aus meiner Heimat Brasilien, das den Frauen durch den regelmäßigen Kontakt mit dieser Milch schöne, geschmeidige und junge Hände schenkt. Mit geschälten Paranüssen habe ich sie zubereitet und die Hände mit der so entstandenen cremigen Milch als Handbad behandelt. Die absolute Rettung: eine tiefe, natürliche und reichhaltige Pflege! Diese möchte ich nicht mehr missen und habe sie mittels purer und wertvoller Inhaltsstoffe aus der Paranuss, inklusive der von mir verarbeiteten Paranussbutter, in eine effektive Handcreme verwandelt. Dabei hat mir natürlich meine langjährige Erfahrung als Chemikerin geholfen.


2. Was ist Dir bei De Lilou besonders wichtig, was Dich von anderen Labels unterscheidet?

De Lilou ist aus der Notwendigkeit, ein effektives Produkt für meine eigenen Bedürfnisse zu kreieren, geboren. Die Rezeptur wurde komplett von mir entwickelt, in der jeder Rohstoff seine "Daseinsberechtigung" hat und in der viele bewusst ausgeschlossen sind. Ich verzichte auf jegliche Kompromisse bezüglich spürbarer Wirksamkeit, Natürlichkeit, Sicherheit und Umweltbewusstsein und diese Merkmale zeichnen meine Marke aus. Dazu kommt die Voraussetzung, dass die ausgewählten Inhaltsstoffe, meist biologisch erzeugt, nur von vertrauensvollen und nachhaltigen Produzenten geliefert werden. Die Qualität meines Produktes und der kommenden Neuigkeiten spiegelt sich in der Verpackung wider: Schlichtheit, Eleganz, Nachhaltigkeit. Das alles macht De Lilou sehr authentisch.


3. Als Beautynerd reizt mich diese Frage natürlich total und ich weiß, dass auch die ein oder andere Leserin scharf darauf ist: verrate uns Deine Beauty-Faves!

Ich mag sehr gerne den Camellia and Rose Gentle Hydrating Cleanser von Pai Skincare, ein sanfter Reiniger, der meiner Haut viel Feuchtigkeit spendet. Das Antioxidant + Facial Oil Borago, Rosehip & Buckthorn von Grown Alchemist ist mein täglicher Begleiter und den nehme ich überall mit hin, wenn ich auf Reise bin. Und zu guter Letzt bin ich ein großer Fan von Ilia Beauty: die Tinted Lip Conditioners und der Bio-Lippenpflegebalsam sind absolute Must-Haves!


4. Wie sieht für Dich die perfekte Home-Maniküre aus? Und was lässt man besser vom Profi machen?

Gepflegte Hände sind ein Muss für jede Frau - und für jeden Mann! Die Handcreme ist der wichtigste Begleiter für zarte Hände. Sie versorgt die Haut nicht nur mit den benötigten Pflegestoffen, sondern stärkt auch ihren eigenen Schutzfilm, den Säureschutzmantel. Hygiene darf bei der Maniküre nicht unterschätzt werden: die Hände sollen häufig und gründlich mit einer hautfreundlichen Flüssigseife unter lauwarmem Wasser gereinigt werden. Ein- bis zweimal pro Woche sollte man die Haut sanft peelen, am liebsten mit natürlichen Granulaten, damit Hautschüppchen entfernt werden. Grundvoraussetzung für schöne Nägel ist die Ernährung - gesundes Essen ist wichtig, um Eisen-, Vitamin- und Mineralmangel vorzubeugen. Der Nagelrand sollte mit einer sanften Feile in Form gebracht werden. Wer sich gerne die Nägel lackiert, sollte ab und an eine Lackpause einlegen, sodass sich die Nägel von den Inhaltsstoffen des Nagellacks und Nagellackentferners erholen. Ich verzichte komplett auf Paraffine. Wenn die Haut extrem rau und trocken ist, kann man sich leichte Baumwollhandschuhe über die mit De Lilou Paranuss Handcreme gut eingecremten Hände ziehen und die Haut damit über Nacht nähren. Das Ergebnis ist sicher: ultrageschmeidige Hände am nächsten Morgen!


5. Und last but not least - was wünschst Du Dir für die Zukunft? Wo soll es mit Deinem Label hingehen? Kommen eventuell noch weitere Produkte hinzu?

Allgemein wünsche ich mir sehr innig, dass sich die kommenden Generationen mehr um unsere begrenzten Weltressourcen kümmern, dass Gemeinschaften auf allen Kontinenten nachhaltiger leben, dass es mehr Arbeitsstellen für Menschen, die am Existenzminimum leben, gibt und dass mehr Kinder die Chance auf Bildung haben. De Lilou als kleines Unternehmen möchte sich für solche gesellschaftlich relevanten Themen einsetzen. Was die Zukunft der Marke selbst betrifft, werden dieses Jahr tolle neue Körperpflegeprodukte mit hoher Wirksamkeit und sehr angenehmen Texturen erscheinen, seid gespannt! Außerdem werden noch interessante neue Wirkstoffe präsentiert. Ich freue mich enorm auf die Erweiterung der Brand.


Für mich ist De Lilou definitiv eine der spannendsten Brands der Stunde. Die Formulierung der Creme hält wirklich was sie verspricht und ist eine absolute Wohltat für extrem strapazierte Hände. Trotzdem klebt sie nicht und hinterlässt keine fettigen Abdrücke, ist somit auch ideal für den Büroalltag an PC und Smartphone geeignet. Übrigens ist der Duft einfach herrlich - ganz subtil und warm mit einem Hauch Nussaroma. Köstlich! Ich bin tatsächlich etwas süchtig nach diesem Produkt und wünsche mir ganz dringend eine XXL-Version.

Die Handcreme könnt Ihr übrigens bequem über den eigenen Onlineshop oder exklusiv bei Amazingy bestellen.

-In freundlicher Zusammenarbeit mit De Lilou. Vielen Dank liebe Luisa!-

Mittwoch, 22. März 2017

I woke up like this // Estée Lauder Revitalizing Supreme+


Es scheint, als wolle der Glow-Hype im Beautyuniversum kein Ende mehr nehmen. Aber warum auch, schließlich sind wir dank täglicher und stundenlanger Arbeit vor dem Bildschirm beinahe allesamt mit einem eher fahlen Teint gesegnet. Dass Elektrosmog keine Wohltat und schon gar kein Garant für strahlende Haut ist, dürfte mittlerweile bekannt sein. Doch zum Glück sitzen in der stets forschenden Kosmetikindustrie schlaue Füchse und werfen mit einer Innovation nach der anderen um sich. Als vor ein paar Wochen die brandneue Revitalizing Supreme+ Serie* von Estée Lauder auf meinem Schreibtisch landete, war ich sofort Feuer und Flamme, vor allem wegen des Wake Up-Balms. Denn aufwachen, na ja, das gleicht bei mir allmorgendlich eher einer Tortur. Mal wieder verpennt, höchsten noch zehn Minuten zum Fertigmachen und irgendwie funktioniert dann ja doch nichts so, wie man es sich den Abend zuvor in seinen zu romantischen Gedanken ausgemalt hat. Zum Glück gibt es da beautytechnische Abhilfe!

Revitalizing Supreme+ Global Anti-Aging Wake Up Balm* - ein leichtes Fluid mit lichtstreuendem Pearlshine, das auch jeden noch so fahlen Teint wieder zum Strahlen bringt. Kann übrigens auch als Strobing Primer über der Pflege und unter der Foundation aufgetragen werden. Der Einfachheit halber mixe ich beide Produkte und trage sie direkt in Kombi auf.

Revitalizing Supreme+ Global Anti-Aging Cell Power Eye Gelée* - den Abend mal wieder zu lange vor dem Bildschirm verbracht? Das zarte Augengel mindert dank des kühlenden Metallapplikators sofort Schwellungen und hellt Augenringe auf. Mein Geheimtipp am Morgen und ein Must unterm Concealer!

Re-Nutrive Ultimate Lift Floralixir Dew Regenerating Water* - das etwas dickflüssige Produkt wird am Morgen und am Abend auf ein Wattepad gegeben und sanft aufs Gesicht aufgetragen. Das fühlt sich unheimlich angenehm und nährend an und hinterlässt eine pralle Haut. Für mich ist das Dew Water ein bisschen wie ein leichteres Serum und deswegen ideal, wenn es mal schneller gehen muss. Zum Beispiel ungefähr jeden Morgen.

Dienstag, 21. März 2017

The Munich Experience // Isar-Roadtrippin'


Was die Bayern an ihrem Land so lieben, habe ich spätestens vergangenes Wochenende gelernt. Eigentlich war für Samstag und Sonntag ziemlich beschissenes Wetter gemeldet, aber ich habe mal eine kleine Auszeit gebraucht und wollte unbedingt in die Natur - Witterung egal. Ich genieße den glücklichen Zustand, dass wir mittlerweile eine Wohnung am Tegernsee besitzen und so fährt es sich auch mal relativ spontan ins herrliche Oberbayern. Samstag stieg ich ins Auto und habe mich auf den Weg zu meinem geliebten Sylvensteinspeicher gemacht - ein Ort, der auf mich aufgrund seiner fast obskuren Schönheit eine unglaubliche Faszination ausübt.


Der Sylvensteinspeicher ist ein Stausee mit fast sieben Quadratkilometern Fläche, der sich umringt von einem herrlichen Alpenpanorama befindet. Urspünglich wurde er im Isartal zwecks Hochwasserschutz gebaut, heute ist er außerdem ein beliebtes Ausflugsziel bei allen naturaffinen Liebhabern und dient an heißen Tagen sogar als Badesee. Die Nuancen des Wassers changieren von sämtlichen Grüntönen bishin zu einem krassen Türkis, das sogar an bewölkten Tagen an Kanada erinnert. Wahrscheinlich wird dieses Fleckchen Erde von Lenggries nach Bad Tölz auch deswegen Bavarian Canada genannt! Beim Anblick dieses Naturschauspiels fällt es wirklich schwer zu glauben, dass man sich in Deutschland befindet - wenn auch ganz knapp vor der österreichischen Grenze. Denn wer an dieser Stelle noch nicht genug von voralpinen Seen hat, der sollte seine Route von dort aus geradewegs zum Achensee steuern, der quasi direkt nebenan liegt (und die 25 Extrakilometer lohnen sich).


                            Vom Sylvensteinspeicher übers Isartal nach Garmisch-Partenkirchen


Eigentlich wollte ich Sonntag tatsächlich zum Achensee fahren. Ein Stau auf der Autobahn direkt hinter der Grenze und die etwas fortgeschrittene Tageszeit (man muss ja auch mal ausschlafen dürfen) haben mich dann aber abrupt von diesem Vorhaben abgebracht. Was sich im Nachhinein als einer der glücklichsten Zufälle ever entpuppt hat. Ich liebe Autofahren  - eine Sache, die ich in der Stadt echt vermisse - und kann stundenlang bei guter Musik in der sprichwörtlichen Wallachei umherfahren und mich an der sich verändernden Umgebung erfreuen. Eins vorweg: ein Auto ist für diese Tour wirklich von Vorteil. Die Strecke wird zwar von Bussen befahren, die halten aber nicht an jeder x-beliebigen Stelle und man möchte wegen drei Fotos (und die muss man hier schießen) ja nicht gleich auf den nächsten Anschluss in einer Stunde warten.


Die Tour ist im Prinzip ganz easy: man folgt der Straße am Sylvensteinspeicher immer geradeaus (Richtung Fall) und biegt dann rechter Hand nach Garmisch-Partenkirchen ab. Dabei sollte man sich von der Am Ende der Welt-Atmosphäre nicht verunsichern lassen, denn tatsächlich führt dieser holprige Weg über eine klitzekleine Holzbrücke und scheint im ersten Moment eher inoffiziell befahrbar. Dass ich mich von solchen Begebenheiten nicht aus der Ruhe bringen lasse und lieber meiner neugierigen Nase folge, habe ich wohl meinem Papa zu verdanken. Und manchmal wird man für diese Abenteuerlust eben auch mal mit atemberaubenden Aussichten belohnt. Denn die Isar verwandelt sich hinter der Brücke zu einem kleinen Paradies und wird immer schöner.


Ich habe diese Tour übrigens alleine gemacht und kann sie wirklich nur allen Liebhabern von absoluter Ruhe empfehlen (egal ob Mann oder Frau). Das Alpenpanorama und die wahnsinnige Schönheit der Berge in Kombination mit einem aquatischen Farbspiel der Superlative verschlagen einem so sehr die Sprache, dass ohnehin jedes gesprochene Wort absolut überflüssig wäre. Einfach mal den Moment genießen, that's it.



Liest man sich einmal die Tourguides und Beschreibungen der Strecke durch, fallen immer wieder Stichworte wie "Fjord" und "Kanada". Und na ja, wenn wir mal ehrlich sind, kann man die verblüffende Ähnlichkeit auch kaum leugnen, oder? Gerade die hinteren Ausläufe des Sylvensteinspeichers erinnern immens an Neuseeland und seine Auen und sollen auch im Sommer ein kleines Badeparadies sein. Ihr wisst also, wo ihr mich in ein paar Wochen regelmäßig finden werdet. Dank Bayern werde ich wohl noch zum sommerlichen Deutschlandfan.


Übrigens gehört die Strecke schon zur offziellen Deutschen Alpenstraße. Massenverkehr steht hier aber glücklicherweise nicht auf der Tagesordnung und bis auf ein paar vereinzelte, ähnlich faszinierte Menschen, war ich gänzlich allein mit all der Schönheit um mich herum. Und Leute ich sags Euch, das war besser als jeder Kurzurlaub! Wahrscheinlich bin ich längst ein bisschen süchtig nach diesem Fleckchen Erde und dreimal dürft Ihr raten, wo es für mich Freitagnachmittag hingeht. Man muss sich eben ständig sehen, wenn man verliebt ist.



Und für die perfekte musikalische Begleitung würde ich Euch das Boiler Room Dekmantel-Set 2014 
von Motor City Drum Ensemble ans Herz legen. Summer and chillin' and trippin'. Hach, des bassd scho.

Freitag, 17. März 2017

Makeup Menu // Weekend Edition


Der Vorteil an einem Bundesland wie Bayern? Ich setze mich am Freitag nach der Arbeit ins Auto, fahre eine halbe Stunde raus und kann am Wochenende einen Miniurlaub genießen. In ein paar Stunden geht es zum Tegernsee und ich freue mich auf erholsame Stunden und lange Spaziergänge an der frühlingsfrischen Luft.
Da fällt mein Makeup natürlich dementsprechend easy aus, auf ein paar Faves möchte ich aber nicht verzichten. Dass ich foundationtechnisch ein riesiger Fan der Armani Produkte bin, ist längst kein Geheimnis mehr. Die Crema Nuda* kombiniert Pflege und Base und überzeugt mich nach wie vor mit ihrem natürlichen Finish- dafür spricht der beinahe aufgebrauchte Tiegel! Danach sette ich alles mit dem Puderpinsel von La Mer*, der wahrscheinlich das weicheste Exemplar in meiner ganzen Sammlung ist. Das Zoeva Strobe Gel* habe ich seit seiner Erscheinung gefühlt einhundert Mal abgehypt, für den Preis ist es meiner Meinung nach aber auch jede Lobeshymne wert. Verleiht einen tollen Glow, glitzert nicht und hält den ganzen Tag. Dazu gesellen sich zwei absolute Profis, auf die immer Verlass ist: der matte Colourpop Lipgloss (#kyliejennerlips) und meine geliebte Chubby Lush Mascara* von Clinique. Mag ich besonders gerne, weil sie ohne Duftstoffe auskommt und einen schönen Schwung verleiht. Apropos Duft: dass mich Parfummeister Francis Kurkdjian wahrscheinlich nie enttäuschen wird, beweist auch seine neueste Kreation mal wieder par exellence. In Aqua Celestia* liefern sich Limette, Pfefferminze und provenzalische Mimose ein spritziges Tête-à-Tête, nach dem ich gerade ziemlich süchtig bin. In diesem Sinne - Happy Weekend!

Mittwoch, 15. März 2017

Biotherm // Eau Relax

Mit den Bodysprays von Biotherm verbindet mich eine ganz besondere Erinnerung. Seit ich denken kann, greift meine Mama an jenem Tag des Jahres, an dem die Temperaturen endlich wieder über die 30°C-Marke wandern, zielstrebig nach der Eau Vitaminée-Flasche im Kühlschrank. Die wird dort nämlich schon Ende März deponiert, damit man auch für alle Eventualitäten gewappnet ist. Die zitruslastigen Nuancen erinnern mich bis heute an das sommerliche Erwachen, an das erste Eis des Jahres und an luftige Leinenkleider. Mit Eau Relax* hat Biotherm dieses Jahr nun einen weiteren Duft dieser Reihe gelauncht und als ich das Stichwort Kardamom in der Herznote las, war mir sofort klar: der muss gut sein! Ich stehe total auf würzige Einschläge in Parfums, finde es in den warmen Sommermonaten nur meist eher schwer umsetzbar. 

Tipp am Rande: Un Jardin Après la Mousson von Hèrmes ist einer der Kandidaten, welcher das ganz wunderbar schafft. Aber back to topic - Eau Relax trumpft also mit einer Kombination aus spritziger Blutorange, frischem Tee, rauem Kardamom und subtiler Tonkabohne auf. Beim imaginären Durchlesen hätte ich mir diesen Mix etwas fruchtiger vorgestellt und war positiv überrascht, als ich den Duft zum ersten Mal aufsprühte. Da wird man nicht von der typischen 90er-Jahre Pampelmuse mit ihrer ätherischen Attitüde umgehauen, sondern erlebt lediglich einen wunderbar belebenden Splash in der Kopfnote. Und dann entfaltet sich das gesamte Relax-Glück. Ich rieche nicht unbedingt die einzelnen Komponenten heraus, aber nehme eine unheimlich angenehme Symbiose wahr, die den Träger sanft umhüllt. Es gibt diese Art von Parfums, die Dich grundlegend an Etwas erinnern, des Rätsels Lösung kann sich jedoch gut und gerne einge Zeit bedeckt halten. Gestern ist der Groschen dann endlich gefallen: Eau Relax ist eine leichtere (und günstigere), sommerliche Variante von Aerins Amber Musk, einer meiner absoluten Faves im Winter. Und was könnte es Besseres geben, als ein olfaktorisches Jahreszeiten-Pendant auf der heimischen Kommode zu wissen? Ok, vielleicht das erste Eis des Jahres.

Freitag, 10. März 2017

Friday Faves // Minimalism

Minimalismus und ich sind in weiten Teilen meines Lebens gute Freunde, das wisst Ihr. Und auch wenn ich mir so angucke, welche Beautyschätze sich gerade wieder besonders häufig auf meiner Kommode einfinden, ist ein mehr oder minder klares Raster deutlich erkennbar. Ich finde es ganz hervorragend, wenn sich die daily products scheinbar nahtlos mit dem heimischen Interior überschneiden und eine dekorative Symbiose eingehen. Denn seien wir mal ehrlich: die meisten Produkte sind doch viel zu schön (und zu teuer), um sie in irgendwelchen seelenlosen Schränken zu verbarrikadieren. An dieser Stelle plädiere ich für offene Türen, hübsche Schalen und zufällige Arrangements im Badezimmer! Und weil Freitag ist, lasse ich Euch an meiner wöchentlichen Liebe zu einigen Faves in Kurzfassung gerne teilhaben:


Alaia Paris* - Eau de Parfum (Blanche) - so schön holzig und tiefgründig, auch gelayert ein Traum!

Kure Bazaar / Lacquer in Corso 22 - schon so oft vorgestellt und noch immer mein Lieblings-Nudelack.

Chanel / Le Blanc - die Base neigt sich langsam dem Ende zu, erweist mir so lang aber noch treue Dienste.

Bobbi Brown Extra / Repair Nourishing Milk* - verwandelt schwierige Foundations ruckzuck in Easyrider.

Grown Alchemist / Matte Balancing Moisturizer - ebenfalls ein alter Hut und immer noch einer der liebsten.

Perricone MD / No Foundation Foundation - der Name ist Programm, gleicht den Teint aber herrlich aus.

Klair's / Illuminating BB Cream* - ein echter Hero aus Korea, der mir an langen Tagen treu zur Seite steht.

Byredo* / Safran Candle - ich liebe Duftkerzen und bin süchtig nach Safran. Die ganz große Liebe!

My Brush Set* / Flat Brushes - ich benutze eigentlich keine anderen mehr, das Finish ist einfach zu schön.

Dienstag, 7. März 2017

Pampering Game // Current Faves


Dass ich schon immer eher der Skincare-Verfechter war, dürfte wohl längst kein Geheimnis mehr sein. Aktuell suhle ich mich wieder in einem Sumpf purer Neugierde und freue mich gefühlt über jedes neue Produkt, das es auf meinen Schreibtisch packt. Die letzten Monate waren eher von Langzeit-Heroes geprägt, jetzt will ich mich wieder auf neues Terrain begeben. Das gehypte Glow-Thema aka Fruchtsäure scheint bei den Beautyschaffenden dieser Welt noch lange nicht durch und wenn ich ehrlich bin, soll es das auch gar nicht. Wenn es nämlich eine Sache in meinem Badezimmer gibt, auf die ich unmöglich verzichten kann, dann ist das Tonic mit AHA-/BHA-Säuren. Bei regelmäßiger Anwendung ist der Effekt einfach megamäßig und ich habe gefühlt meinen halben Bekanntenkreis mit dieser Sucht angesteckt.  Liebling ist und bleibt hier Liquid Gold von Alpha H (zum Beispiel über niche-beauty.com), weil es denkbar easy anzuwenden ist und schon nach zweimaliger Verwendung sichtbare Erfolge bringt. Apropos Erfolg: das neue Glamglow Dreamduo Overnight Zweiphasen Treatment* ist der reinste Knaller und wahrscheinlich mein absoluter Pflegeliebling in diesem Quartal! Das Duo besteht aus Serum und Maske und verleiht dank grünem Kaffee, Mozuku-Alge und Hyaluronsäure die ungefähr prallste Haut seit Gigi Hadid - vom gigantischen Duft mal ganz abgesehen. Ich liebe Overnight-Produkte ja sowieso, weil ich mich nicht um den weiteren Verlauf kümmern muss; morgens mit einer super soften Haut aufwachen und sich den ganzen Tag dran erfreuen, that's it! 

Sollte ich dann doch mal im krassen Pampering-Mood sein (könnte sonntags mal vorkommen), dann schnappe ich mir aktuell quasi immer eine fancy Sheetmask. Seit ich im Münchner Miin-Store war, habe ich einen ganzen Vorrat angehäuft und bin immer wieder baff, was die Koreaner in Sachen Skincare so auf dem Schirm haben. Die Snail Bee High Content Mask* versorgt trockene Haut mit reichlich Schneckenschleim und schenkt gänzlich ohne Duftstoffe in Windeseile einen Traumteint. Kostet nur ein paar Euro, verkommt nicht im (zu) großen Tiegel und ist allseits einsatzbereit - perfekt für alle Mädels, die es praktisch mögen. Und wenn es in Deutschland eine neue Naturkosmetik-Brand gibt, werde ich immer gleich hellhörig. So ging es mir auch mit der Hamburger Marke B FNKY, die nicht nur durch ihr minimalistisches Produktpackaging überzeugt. Der Hydro Shot Cleanser* hat eine milchartige Textur, die ohne Probleme Makeup entfernt und die Haut dank Hyaluron und Melisse optimal durchfeuchtet hinterlässt - mag ich sehr! Und während ich diese Skincare-Bombs verwende, lasse ich an einem ruhigen Abend gerne eine gute Portion der Leonor Greyl Crème de Soin à l'Amarante* einwirken. Der Conditioner stärkt das Haar dank antioxidativem Amaranth-Öl nämlich auch bei häufigem Waschen und macht es wunderbar geschmeidig.